Situation am Buck: Ein Statement unserer Arbeit

Situation am Buck: Ein Statement unserer Arbeit

Stimmt.

Wir sind nicht laut.

Wir sind nicht emotional.

Wir machen Sacharbeit.

Und das nun seit Monaten.

Für den Buck, den wir lieben und den wir schützen wollen. Von Anfang an. Nur deswegen haben wir uns Ende letzten Jahres gegründet.

Das war gerade noch rechtzeitig, aber leider eigentlich auch schon zu spät. Das Projekt „Bikepark“, angestoßen von anderen, war da nämlich schon im politischen Gespräch.

Wir hatten nicht viel Zeit.

Seit der letzten Sportkommissionssitzung im März, auf der klar wurde, dass hier eine Menge Geld für etwas ausgegeben werden soll, was niemandem was bringt und unser geliebter Buck dadurch Gefahr läuft, hinten runter zu fallen, haben wir unzählige Gespräche geführt, Mails geschrieben, Stellungnahmen und Positionierungen erarbeitet, Netzwerke geschlossen. Wir haben an Bürotüren geklopft und uns Stunden über Stunden mit dem Forst in den Wald gestellt.

Wir haben alles gemacht, was man hätte tun können.

Und wir haben es gemacht, obwohl in der Community nicht immer gut über uns geredet wurde.

Wenn wir über Wochen und Monate tagtäglich viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisteten hieß es, wir wollten uns profilieren. Und überhaupt brauche uns niemand und die Probleme hätten erst mit uns begonnen. Und den Buck zerstören wollten wir.

Wir haben versucht aufzuklären, wo es ging.

Haben unsere Öffentlichkeitsarbeit stets transparent und zeitnah auf unseren Kanälen zur Verfügung gestellt. Für jeden zum Lesen und Informieren. Laufende Gespräche mit Politikern und sonstigen Stellen können wir freilich nicht immer öffentlich machen. Zumal, wenn noch nichts Spruchreifes da ist.

Wir haben Sacharbeit gemacht. Against all odds.

Das war nicht immer einfach.

Aber es hat funktioniert.

Ich denke, wir können es wagen, die Ergebnisse unserer Arbeit in den letzten Monaten deutlich auszusprechen:

  • Wir haben verhindert, dass die gebauten Strecken am Buck im großen Stil abgerissen werden und jetzt nur ein kleiner Teil zurückgebaut wurde.
  • Wir haben durchgesetzt, dass die vorhandenen Trails mit in die Beschlussvorlage aufgenommen werden.
  • Wir haben durchgesetzt, dass die Sicherung des freien Fahrens auf den Wegen ausdrücklich in die Beschlussvorlage aufgenommen wird und keine Sperrungen kommen.
  • Wir haben durchgesetzt, dass ALLE MountainbikerInnen an einem zukünftigen Gesamtkonzept beteiligt werden.

Wir haben durchgesetzt, dass es eine Zukunft des Bucks jenseits eines „Bikeparks“ an der Stromschneise gibt.

Das ging natürlich nicht von heute auf Morgen. Das alles ist Ergebnis monatelanger ehrenamtlicher Arbeit.

Auf die dürfen wir stolz sein.

Auf die bin ich stolz.

Wir haben uns viel anhören müssen in den letzten Monaten. Gutes und Schlechtes. Manche haben sich bei uns bedankt, andere haben Schläge angedroht oder Stimmung gegen uns gemacht.

Unsere Arbeit haben wir immer weitergemacht.

Weil der Buck uns allen am Herzen liegt.

Weil wir, auch wir, der Buck sind.

Stimmt.

Wir waren dabei nicht laut.

Wir waren dabei nicht emotional.

Wir haben ihn still geliebt, den Buck.

Und ihn still gerettet.

Damit jetzt alle mitgestalten können an seiner Zukunft.

Eure Nora
als Sprecherin der IG Nürnberg-Fürth der Deutschen Initiative Mountainbike e.V.
und eure gesamte DIMB IG Nürnberg-Fürth

Foto: DIMB / Ingmar Hötschel